Blog Beiträge '2015' 'November'

Slow food

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens
und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige,
umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger
von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-
Produzenten (Verbrauchern) zusammen. www.slowfood.de

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt.

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21 November, 2015

Oktober 2015

Bayerns blaues Juwel.
Unterwegs in einer der schönsten Landschaften Deutschlands: Am Tegernsee erlebte unsere Kollegin Susann Klos jede Menge Genuss-Momente und wanderte auf den Spuren eines „wilden Jägers“ Mei, is des schee! Friedlich liegt er mir zu Füßen, der Tegernsee - grünblau schimmernd, eingebettet in das Tegernseer Tal mit bewaldeten Gipfeln und idyllischen Orten am Seeufer. Ich sitze auf einer Parkbank am Südhang der Stadt Tegernsee. Atme die klare Luft ein, halte mein Gesicht in die Morgensonne – und würde am liebsten ewig hier sitzen bleiben. Doch damit ich meinen Bus zur Wallberg-Bahn in Rottach-Egern erwische, muss ich mich aufmachen zur Haltestelle. „Passt scho, junge Frau!“, begrüßt mich Fahrer Anton grinsend, als ich in seinen Bus steige. An der Wallberg-Bahn bringt mich eine Gondel zum 1620 Meter hohen Plateau mit traumhaftem Rundum-Blick auf die Alpen und den See. Zum Kircherl, Wahrzeichen des Wallbergs, sind es von hier aus nur ein paar Schritte. Der Himmel leuchtet bayerisch blau, Segelboote und Yachten schimmern als weiße Tupfer auf dem Wasser. Stundenlang wandere ich durch die leuchtende Herbstlandschaft,
kann mich gar nicht sattsehen an der Natur. Am Abend gönne ich mir eine Belohnung: In meinem Hotel „Das Tegernsee“ lasse ich mich so richtig verwöhnen, besuche den Wellness-Bereich mit Poolund Saunalandschaft und genieße später ein feines 4-Gänge-Menü. Gemütlich radle ich am nächsten Morgen um den See – bis mir ein Mann vors Lenkrad läuft. In Lederhose und Trachtenhemd mit aufgestickten Edelweißblüten steht Busfahrer Anton vor mir. Er hat mich als seinen Fahrgast von gestern erkannt und erzählt mir, dass er heute frei hat und mit einem Ausflugsschiff nach Gmund schippern will. Gute Idee! Spontan schließe ich mich an und mache in der kleinen Gemeinde Gmund einen Abstecher ins Heimatmuseum „Jagerhaus“, in dem früher Revierjäger Johann Baptist Mayr (1786– 1834), bekannt als „wilder Jager von Gmund“, gelebt hat. Mayr war ein „eiskalter Hund“ der nicht lange fackelte und den Finger schnell am Abzug hatte. Einer, der nicht nur das Wild, sondern auch Wilderer reihenweise zur Strecke brachte. Am Abend schlendere ich zum Wittelsbacher Schloß in Tegernsee. Von hier aus begann vor 1250 Jahren die Besiedlung des Tals. Im „Herzoglichen Brauhaus“ stoße ich mit einer Maß auf den schönen Tag an. In der Region wird viel Wert auf Handwerkskunst gelegt. Auch Konditormeister Andreas Eybel besinnt sich auf altes Brauchtum. In Handarbeit stellt der Bayer seit 28 Jahren Naschereien aus Schokolade her. Beim Besuch in seiner „Schokoladenquelle“ in Waakirchen probiere ich seine süßen Versuchungen mit feinem Kakao aus Papua-Neuguinea und lasse mir ein paar Trüffel-Pralinen einpacken. Der zarte Schokoladen- Schmelz soll mir den Abschied von diesem traumhaften Kurzurlaub versüßen - sicher brauche ich schon bald Nachschub!
Mein TV und Ich (Ausgabe 22 am 08.10.2015)   Bayerns blaues Juwel

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21 November, 2015